Vom 22.-26.03.2010 fand in Marrakesch (Marokko) die sechste internationale Konferenz über natürlich vorkommende radioaktive Stoffe in der Industrie (NORM VI) statt. FUGRO-HGN war mit drei Beiträgen auf dieser Tagung vertreten. In einem ersten Beitrag wurde die im Rahmen verschiedener internationaler Projekte entwickelte Methodik zur Identifizierung von Unternehmen, in denen mit dem Auftreten von NORM/TENORM gerechnet werden muss, am Beispiel Bulgariens vorgestellt. Mit dieser Methodik wurden umfangreiche Erfahrungen aus der Beratung deutscher Unternehmen und Ansätze, die in Forschungsvorhaben für das Bundesamt für Strahlenschutz entwickelt wurden zu einem praktisch nutzbaren Konzept weiter entwickelt. Ein zweiter Beitrag stellt Ergebnisse vor, die in Zusammenarbeit mit dem Norwegischen Unternehmen Norse Decom erarbeitet wurden. Hier geht es um radioaktive Rückstände aus der norwegischen Erdöl- und Erdgasgewinnung, die Art dieser Abfälle und deren unterschiedliche Wege zur Entsorgung. Mit dieser Arbeit wurden Grundlagen für die Weiterentwicklung des norwegischen Regelwerkes zum Strahlenschutz erarbeitet. In einem Posterbeitrag wurde ein Model präsentiert, das die Anreicherung von Radionukliden bei technischen Prozessen auf vier Grundparameter zurückführt. Damit wird es möglich, bisher nicht untersuchte Prozesse bereits im Vorfeld in Hinblick auf mögliche radioaktive Materialien zu prüfen. Das eröffnet neue Wege, um das Anfallen von NORM-Stoffen zu vermeiden oder um unvermeidbare NORM-Stoffe zielgerichtet zu erfassen und zu kontrollieren. Mit diesen Beiträgen demonstriert FUGRO-HGN seine Kompetenz im Arbeitsgebiet Umweltradioaktivität und Strahlenschutz. Sonderdrucke der Beiträge können Sie bei uns abfordern. Kontakt: r.gellermann@fugro-hgn.de |